Wenn mal kein Descent oder Britannia gespielt wird, dann darf’s auch gern ein Rollenspiel sein! Das darf man aber auch nicht zu wörtlich nehmen. Wer meint, in einem Rollenspiel geht’s darum, in eine andere Welt einzutauchen und mal wer ganz anderes zu sein: Pustekuchen! Bleib’ immer Du selbst! Oder wie sagte Dawn letztens: “and Olli’s just playing Olli… in a medieval setting”.
Bei Systemen, die Vor- und Nachteile anbieten, ist es immer besonders toll, sie so zu kombinieren, dass man eine tickende Zeitbombe vor sich hat. Ja! Ist es nicht toll, wenn der Charakter sowohl jähzornig als auch streitsüchtig ist und noch dazu in unkontrollierte Beserkerwut verfallen kann? Also… das ist ja eindeutig die Schuld des Systems, wenn sowas möglich ist.
Ok, das muss man jetzt auch nicht so übertrieben im Spiel darstellen – nur, wenn es sich gegen die Leute am Spieltisch verwenden lässt. Ja! Da habt ihr richtig gelesen: Diese anderen Typen sind gar nicht sowas wie Kumpels und das Ziel ist es auch nicht, zusammen etwas zu erreichen, auch wenn die das vielleicht behaupten. Man muss sich das mehr wie Monopoly vorstellen (nur, dass man beim Rollenspielen niemanden willkürlich durch Schenkungen bevorteilt) oder wie Poker: Mache nie das, was die anderen erwarten!.
Der Rollenspielabend ist also nur dann gut gelaufen, wenn man den anderen Spielern ordentlich in die Suppe gespuckt hat; zumindest sollte man sie aber in Gefahr gebracht oder hier und da verärgert haben. Wir sind eben in einer Ellenbogengesellschaft, da gibt’s nichts geschenkt (… außer bei Monopoly).
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